Freiberger/Wiesmayr und Seidl/Waller triumphieren bei Beach Battle Litzlberg

17.07.2022

  • PRO 160 Litzlberg © Gert Nepel

Die Sieger-Teams des PRO Beach Battle Litzlberg presented by DeLonghi im Rahmen der win2day BV Tour kommen aus Österreich, heißen Eva Freiberger/Stefanie Wiesmeyr und Robin Seidl/Philipp Waller. Der Finaltag wurde allen Erwartungen gerecht. Athletinnen und Athleten zeigten bei Kaiserwetter am prallgefüllten Centre Court Beach Volleyball auf Top-Niveau.

Das Männer-Finale hielt voll und ganz, was man sich erhoffen durfte. Von Beginn sorgten die Tschechen David Perusic/Ondrej Schweiner, Dritte im FIVB Entry Ranking und Österreichs Staatsmeister Seidl/Waller, Zwölfte der Weltrangliste, für spektakuläre Szenen, begeisterten das bestens gelaunte Publikum. Die Welle rauschte durch die Spusu-Arena. Die topgesetzten Teams waren einander ebenbürtig, bei 20:19 hatten Seidl/Waller einen Satzball. Die Tschechen wehrten diesen allerdings sehenswert ab und machten auch die folgenden beiden Punkte zum 22:20. Auch Durchgang zwei war auf absolutem Top-Level und lange eng. Mit vier Punkten in Folge zum 19:15 sorgten dann aber die Österreicher für die Vorentscheidung. Wenig später war der Ausgleich geschafft (21:17).

Seidl/Waller nahmen den Schwung in den dritten Satz mit, legten mit 5:2 vor und ließen keinen Ausgleich mehr zu. Österreichs Nummer-1-Duo besiegte die dreifachen World ProTour-Silbermedaillengewinner 2022 mit 15:13 und revanchierten sich für die knappe Niederlage vor einer Woche beim Elite-Turnier in Gstaad. Bitter aus Sicht der Tschechen: Beim entscheidenden dritten Matchball wurde Schweiner von einem Ballkind am Seitenrand des Spielfelds behindert und konnte den Ball nicht mehr retten.

„Megageil, vielen Dank fürs Anfeuern ohne Euch hätten wir es nicht geschafft“, richtete sich Waller in seiner ersten Reaktion an die Fans. Seidl erinnerte sich zurück an Gstaad: „Da haben wir auch 14:11 geführt, aber die Partie noch hergegeben. Heute hat uns das Publikum immer gepusht. Das hat den Unterschied gemacht.“

Im kleinen Finale lieferten einander Christoph Dressler/Alexander Huber (3) und Maximilian Trummer/Felix Friedl (5) ein packendes Duell – mit dem glücklicheren Ende für das besser gesetzte Team. Dressler/Huber lagen im ersten Satz schon deutlich zurück, starteten aber eine Aufholjagd und stellten mit 21:19 auf 1:0. Auch im zweiten Durchgang setzten sich Trummer/Friedl früh ab, diesmal machten sie den Sack auch zu. In der Entscheidung erwischten Dressler/Huber den besseren Start, führten 8:4, als sich Trummer eine Knöchelverletzung zuzog. Der 26-Jähriige konnte nach einer Behandlungspause zwar weiterspielen, war aber sichtlich gehandicapt. Mit 15:8 holten sich Dressler/Huber Satz und Match.

Im Damen-Finale wurde das topgesetzte Duo Freiberger/Wiesmeyr von der noch 14-jährigen Lia Berger und der 17-jährigen Marie Bruckner herausgefordert. Die Routine behielt gegen die Jugend die Oberhand. Die nach der krankheitsbedingten Absage von Österreichs Nummer-1-Duo Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig zu den Gold-Favoritinnen aufgestiegenen Freiberger/Wiesmeyr sicherten sich mit 21:15, 21:18 ihren ersten PRO 160-Titel. In Innsbruck und vor einer Woche in Graz hatten die beiden ebenfalls das Finale erreicht, mussten sich aber jeweils mit Silber begnügen.

Bronze ging an Sara Chiara Neiss und ihre routinierte Partnerin Katharina Almer. Das Überraschungsteam gewann das erste Spiel des Finaltages nach verhaltenem Start gegen Karin Elsner/Jennifer Pfau (3) 18:21, 21:16, 15:9. Neiss erklärte im On-Court-Interview, nie damit gerechnet zu haben, in Litzlberg so weit zu kommen. „Ich habe davor“, so die 20-Jährige, „noch nie Beach Volleyball vor Publikum gespielt“.

Dem OK-Team des Beach Battle und seinen vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gelang es, das Traditionsturnier am wunderschönen Attersee auch heuer zu einem Beach Volleyball-Fest der Extraklasse mit tollen Side-Events zu machen. Die SportlerInnen dankten es mit packenden Matches, die ZuschauerInnen mit Begeisterungsstürmen auf den Tribünen der Spusu-Arena.

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