Rabitsch/Trailovic und Heidrich/Dillier triumphieren bei PRO 160 Raiffeisen Wolfurttrophy

14.08.2022

  • PRO 160 Wolfurt © Blanca Schroll

Die Beacharena an der Ach war auch heuer wieder Traumkulisse für die Raiffeisen Wolfurttrophy, die am Sonntag mit spektakulären Finalspielen vor vollen Rängen zu Ende ging. Den Sieg beim vierten und letzten PRO 160-Turnier der win2day Beach Volleyball Tour PRO 2022 sicherten sich Magdalena Rabitsch/Anja Trailovic und das Schweizer Duo Adrian Heidrich/Leo Dillier.

Der Finaltag begann mit dem ersten Männer-Semifinale, in dem das Überraschungsteam Raphael Trauth/Lauris Ochaya den topgesetzten Mathias Seiser/Moritz Kindl einen harten Kampf lieferten. Die Vizestaatsmeister wurden schlussendlich ihrer Favoritenrolle gerecht, gewannen 21:16, 20:22, 15:12. Auch das Duell zwischen Felix Friedl/Mirco Gerson und Adrian Heidrich/Leo Dillier ging über drei Sätze. Das Schweizer Duo behielt gegen die österreichisch-schweizerische Paarung mit 21:19, 19:21 15:11 die Oberhand. Gerson und Heidrich hatten in der vergangenen Saison noch ein Team gebildet, waren bei den Olympischen Spielen in Tokio am Start und wurden 17. Der Kärntner Friedl tat sich für Wolfurt mit Gerson zusammen, da sein angestammter Partner Maximilian Trummer verletzungsbedingt passen musste.

Im Anschluss standen die Bronze-Matches auf dem Programm. Österreichs U19-Meisterinnen Emma Hohenauer/Marie Kristin Bruckner schlugen Shana Zobrist/Anna Lutz 13:21, 21:17, 15:8. Die Schweizerinnen konnten in dieser Saison auf der World Tour bereits einen Top-10-Platz verbuchen. Bei den Männern ging die Bronzemedaille an Friedl/Gerson. Nach einem souverän gewonnen ersten Satz (21:13), kamen die Herausforderer Trauth/Ochaya auf, schafften mit 21:18 den Ausgleich. Durchgang drei war mit 15:9 wieder eine klare Angelegenheit für das favorisierte österreichisch-schweizerische Duo.

Rabitsch/Trailovic gewinnen auch drittes Finale gegen Freiberger/Wiesmeyr

Danach betraten die Finalistinnen den prallgefüllten Center Court. Eva Freiberger/Stefanie Wiesmeyr und Magdalena Rabitsch/Anja Trailovic standen einander heuer bereits in zwei Endspielen gegenüber, beim PRO 80 in Graz und beim PRO 160 in Innsbruck. Beide Male hatten Österreichs U21-Meisterinnen das bessere Ende auf ihrer Seite. Und auch diesmal setzten sich Rabitsch/Trailovic durch. Die Youngsters aus Kärnten traten sehr entschlossen auf, konnten sich früh deutlich absetzen und machten mit 21:15 den Sack souverän zu. Satz zwei war an Dramatik nicht zu überbieten. Zunächst waren Freiberger/Wiesmeyr im Vorteil, führten 15:12, ehe Rabitsch/Trailovic das Kommando wieder übernehmen konnten, sich mit einem 8:2-Run drei Matchbälle erspielten. Das topgesetzte Duo konnte diese aber abwehren und auch noch vier weitere. Ihren siebenten Matchball verwerteten die U21-Meisterinnen allerdings. Rabitsch beendete das Finale an ihrem 19. Geburtstag mit einem Ass – 25:23.

Heidrich/Dillier holen Gold für die Schweiz

Den Schlusspunkt einer spektakulären Woche in der Beacharena an der Ach, die mit Nachwuchs-Meisterschaften (U19, U21) begann, setzte das Männer-Finale der 33. Wolfurttrophy. Seiser/Kindl und Heidrich/Dillier lieferten einander ein packendes Duell um Gold. Mit drei Punkten in Folge zum 18:15 erspielten sich die Schweizer in Satz eins den entscheidenden Vorteil, stellten mit 21:17 auf 1:0. Im zweiten Durchgang drehten Seiser/Kindl den Spieß um, erspielten sich ein 10:6 und blieben fokussiert. Die Österreicher schafften mit 21:18 den Ausgleich. Zu Beginn des dritten Satzes nutzten Seiser/Kindl ihre Chancen nicht konsequent, Heidrich gelangen drei Block – 6:2 für die Schweizer. Die Favoriten ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit 15:8 holten sich Heidrich/Dillier das Match und den Turniersieg in Wolfurt.

Der nächste Stopp der win2day Beach Volleyball Tour PRO ist in zwei Wochen. In Podersdorf am See steht ein PRO 80-Turnier für Frauen und Männer auf dem Programm, ehe Anfang September in Baden die Austrian Beach Volleyball Championships über die Bühne gehen.

Die Stimmen vom Finaltag

Magdalena Rabitsch: „Die Woche war mega. Wir haben zweimal Gold gewonnen, sind super zufrieden mit unserer Leistung und freuen uns schon aufs nächste Jahr.“

Anja Trailovic: „Die Atmosphäre hier in Wolfurt war einfach sensationell. Dass wir nach dem U21-Meistertitel auch heute den Turniersieg einfahren, kam doch überraschend. Die Freude ist riesengroß. Wir kommen nächstes Jahr wieder.“

Stefanie Wiesmeyr: „Es war wieder ein extrem cooles Turnier, großer Dank an die Veranstalter. Leider ist es für uns nicht Gold geworden, aber Gratulation an Magda und Anja, die heute sehr gut gespielt haben. Wir haben das nichts geschafft. Irgendwann werden wir unsere offene Rechnung mit ihnen begleichen.“

Adrian Heidrich: „Es ist sehr schön, dass ich bei meinem zweiten Antritt hier den Turniersieg holen konnte. 2020 während Corona war es doch anders, diesmal die Stimmung aber atemberaubend. Die Hütte war voll, es macht richtig Spaß, hier zu spielen. Auch viele World Tour-Turniere können sich eine Scheibe abschneiden.“

Leo Dillier: „Es war ein tolles Turnier, sehr gut organisiert. Wir konnten die drei Tage in Wolfurt richtig genießen. Zum Glück haben wir schlussendlich auch gewonnen. Das Publikum war mega.“

Mathias Seiser: „Was hier auf die Beine gestellt wird, ist sensationell. Es war lässig im Finale zu stehen. Wir haben gut dagegengehalten, im Endeffekt die starken Schweizer im dritten Satz ihr Ding aber durchgezogen. Gratulation zum Turniersieg, aber 2023 schlagen wir sie.“

Moritz Kindl: „Das war wieder ein geniales Event. Wir wollten ins Finale, das haben wir geschafft. Leider hat es nicht zur Goldmedaille gereicht, aber nächstes Jahr starten wir wieder einen Angriff auf den ersten Platz.“

Felix Friedl: „Die Wolfurttrophy hat sich erneut selbst übertroffen. Nach Corona war heuer die Hütte wieder voll, die Stimmung unfassbar und auch die Party unglaublich. Bronze ist für uns ein super Ergebnis. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.“

Mirco Gerson: „Ich habe hier bereits vor zwei Jahren mit Adrian Bronze gewonnen. Das Turnier ist einfach top, die Stimmung richtig geil. Ich als Schweizer weiß, wie es in Gstaad ist und Wolfurt macht Gstaad definitiv Konkurrenz. Jeder Beach Volleyballer hat Spaß hier zu spielen. Ein großes Dankeschön!“

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