Schützenhöfer/Plesiutschnig und Seiser Kindl sind Staatsmeister 2022

04.09.2022

  • Staatsmeister © Gert Nepel

Sonntagnachmittag wurden in Baden bei den Austrian Beach Volleyball Championships presented by SPORTLAND Niederösterreich im Rahmen der win2day Beach Volleyball Tour PRO die Medaillen vergeben.

Im Männer-Finale standen einander überraschend das Interimsduo Philipp Waller/Felix Friedl (3) und Mathias Seiser/Moritz Kindl (4) gegenüber. Waller, der vor einem Jahr mit Standardpartner Robin Seidl Gold einfahren konnte, war nur einen Punkt von der erfolgreichen Titelverteidigung entfernt. Aber Seiser/Kindl, die in Durchgang drei bereits deutlich zurückgelegen waren, hatten das glücklichere Ende auf ihrer Seite, kürten sich mit 21:18, 13:21, 18:16 erstmals zu Österreichs Staatsmeistern. 2021 waren die beiden im Finale noch Waller/Seidl unterlegen.

Im Bronze-Match kam es zum Duell zwischen Julian Hörl/Alexander Horst (2) und Clemens Doppler/Thomas Kunert (5). Die Sieger des World Tour Future Baden vor einer Woche waren als Favoriten in die Staatsmeisterschaften gegangen, unterlagen aber im Halbfinale Waller/Friedl. Durch einen 21:9, 18:21, 15:10-Erfolg über Doppler/Kunert konnten sich Hörl/Horst immerhin die Bronzemedaille sichern. Vor zwei Jahren hatten Horst und Doppler noch gemeinsam Gold geholt.

Bei den Damen spiegelt das Endergebnis die Setzliste wider. Im Endspiel gewannen die topgesetzten Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig gegen die Schwestern Dorina und Ronja Klinger 18:21, 21:15, 15:10, verteidigten somit ihren Titel erfolgreich. Im Spiel um Platz drei bezwangen Eva Freiberger/Stephanie Wiesmeyr (3) Katharina Holzer/Franziska Friedl (4) 17:21, 21:13, 16:14.

zum Bericht vom Finaltag auf www.beachvolleyball-baden.at

Stimmen

FOTO © Florian Schrötter

FOTO © Florian Schrötter

Katharina Schützenhöfer: „Die Klingers haben es uns nicht leicht gemacht. Wir sind stolz, unseren dritten gemeinsamen Staatsmeistertitel gewonnen zu haben. Wir haben alle unsere Kräfte sammeln können und dadurch das Finale gewonnen.“

Lena Plesiutschnig: „Besonders stolz bin ich auf unsere Teamleistung. Das Spiel zu drehen, war insbesondere eine mentale Herausforderung. Ich bin mega happy, diesen Titel geholt zu haben.“

Moritz Kindl: „Richtig cooles Erlebnis nach Bronze und Silber endlich ganz oben am Podest zu stehen. Ich kann es noch nicht richtig fassen und muss es die nächsten Tage wirken lassen.“

Mathias Seiser: „Dass wir uns den Titel holen, ist eine Sensation. Die Batterien sind am Ende der Saison schon etwas leer, aber wir haben – auch mit Hilfe der Physios – alles rausgeholt und so das Finale gewinnen können.“

Dorina Klinger: „Natürlich sind wir enttäuscht, wir haben sehr gut begonnen, aber leider gegen Ende des zweiten Satzes nicht unser Niveau halten können. Wir wollten unbedingt gewinnen.“

Ronja Klinger: „Extrem bitter, es war ein sehr knappes Finale. Wir haben keinen Punkt aufgegeben. Im dritten Satz waren wir leider nicht mehr so konsequent im Side-out. Trotzdem können stolz auf den Vizestaatsmeistertitel sein.“

Felix Friedl: „Unglaublich! Wenn mir das vor dem Turnier jemand gesagt hätte, hätte ich es sofort genommen. Silber glänzt für uns wie Gold. Es war sehr knapp im Finale, Moritz und Mathias haben richtig gekämpft und den Titel verdient.

Phlipp Waller: „Wir sind happy! Es war unglaublich und ich bin stolz, es mit Felix soweit geschafft zu haben. Wir haben uns sehr kurzfristig entschieden, hier gemeinsam zu spielen.“

Alexander Horst: „Wir wollten Gold, aber es war heute nicht unser bester Tag. Annahme/Zuspiel haben gar nicht gepasst, da sieht man dann auch, dass Österreichs Athleten ein starkes Niveau haben und man nicht einfach durchspazieren kann!“

Julian Hörl: „Ich spüre es extrem, nach Hamburg, München, Baden nun das vierte Turnier in Serie. Ohne wirkliche Erholungszeiten und Trainings geht schon auf die Substanz. Ein bisschen Pause tut uns jetzt sicher gut. Im Herbst werden wir wieder auf der World Tour angreifen.“

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